Newsfeeds
Bischof Ackermann: Anerkennung Voraussetzung für gelingende Ökumene
Zum Abschluss des Internationalen Ökumenischen Forums in Trier hat der Trierer Bischof Stephan Ackermann eine positive Bilanz gezogen. Das hochkarätig besetzte fünftägige Forum habe in einer "Atmosphäre des Vertrauens, des Interesses und der Neugierde" stattgefunden, erklärte Ackermann am Freitag. Begegnungen auf Augenhöhe "und das Sich-Anerkennen" seien Voraussetzungen für gelingende ökumenische Gespräche.
Berater wirbt für Wiederentdeckung des Müßiggangs
Die westlichen Gesellschaften sollten nach Ansicht des Beraters und Autors Olaf Georg Klein ihr Verständnis von Zeit überprüfen. Es sei nicht gut, immer stärker beschleunigt zu arbeiten und keine Pausen mehr zu machen, sagte Klein am Freitag in Ludwigsburg bei einem ökumenischen Dialogforum der Kirchen zum Thema Sonntagsschutz. Es sei heute nötig, wieder den Müßiggang zu entdecken, der keineswegs "aller Laster Anfang" sei, sondern bis zum Mittelalter bei den Philosophen als Ideal gegolten habe.
Londoner Bischof gegen Zeremonien für homosexuelle Paare
Der Londoner Bischof Richard Chartres hat sich gegen Zeremonien für gleichgeschlechtliche Paare in anglikanischen Kirchen ausgesprochen. Chartres wies damit die Forderung von Londoner Geistlichen zurück, die Partnerschafts-Zeremonien für Homosexuelle anbieten wollten, wie die britische Tageszeitung "The Guardian" am Freitag berichtete.
Vatikan dringt auf "klare und wirksame Politik" gegen Missbrauch
Kirchenvertreter aus 110 Ländern und von 30 Orden werden in der nächsten Woche an der Päpstlichen Gregoriana-Universität über den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger beraten. An der Konferenz, die von der Universität zusammen mit Vatikanbehörden veranstaltet wird, nehmen aus Deutschland etwa Kardinal Reinhard Marx und Bischof Stephan Ackermann teil.
EKD-Fachtagung erörtert Familienbild der Kirchen
In der evangelischen Kirche überwiegen häufig noch überkommene Auffassungen von Ehe und Familie. Zu dieser Einschätzung kamen die Teilnehmer einer Fachtagung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die am Freitag in Eisenach zu Ende ging. Das patriarchalische Familienbild mit Schöpfungsgeschichte und Scheidungsverbot "erinnert an Effi Briest und Noras Puppenheim", sagte Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx vom Kirchenamt der EKD. "Diese Ordnungstheologie trägt für die meisten nicht mehr."
Patriarch Kyrill: Gläubige Russen sollten nicht demonstrieren
Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat Gläubige aufgefordert, sich nicht an Demonstrationen gegen die Regierung zu beteiligen. Orthodoxe demonstrierten nicht lautstark, sondern beteten still in Klöstern, sagte Kyrill am Donnerstagabend (Ortszeit) nach einem Gottesdienst in Moskau. Oppositionsgruppen planen für diesen Samstag eine Großdemonstration in der russischen Hauptstadt, genau einen Monat vor der Präsidentenwahl.
Kirchenbank: Ethisches Investment nimmt zu
Geldanlagen unter besonderer Beachtung ethischer Grundsätze gewinnen nach Angaben der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) in Dortmund eine immer größere Bedeutung. So habe sich das Volumen dieser Anlagen in Deutschland seit dem Jahr 2005 mehr als verdreifacht und betrage derzeit rund 16 Milliarden Euro, sagte Wibke Hock, Direktorin bei der größten evangelischen Kirchenbank in Deutschland, am Donnerstagabend in Iserlohn.
vernetztekirche: Social Media. Das ist für Evangelische ein alter Hut. Es hieß nur zu Luthers Zeiten noch anders: http://t.co/sNUpriNr http://t.co/4JXRPVkh
Hannoversche Landeskirche verliert rund 33.000 Mitglieder
Die hannoversche Landeskirche ist im vergangenen Jahr um rund 33.000 Mitglieder geschrumpft. In der größten evangelischen Landeskirche Deutschlands ging damit die Mitgliederzahl um 1,16 Prozent auf knapp 2,84 Millionen zurück. "Ursache ist vor allem die demografische Entwicklung", sagte der Geistliche Vizepräsident des Landeskirchenamtes, Arend de Vries, am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Lutherzwerg für NRW-Ministerpräsidentin
Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ist seit Donnerstag im Besitz eines blauen "Lutherbotschafters". Eine Delegation des Martin Luther Forums Ruhr überreichte Kraft eine Lutherfigur des Objektkünstlers Ottmar Hörl, der 2010 auf dem Marktplatz von Wittenberg 800 der "Lutherzwerge" installiert hatte. Das Martin Luther Forum Ruhr in Gladbeck würdigte mit dem Geschenk das persönliche Engagement der Ministerpräsidentin im Rahmen der Lutherdekade.
Bischof Meister für Beibehaltung des kirchlichen Arbeitsrechts
Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister will am sogenannten Dritten Weg für Beschäftigte der Diakonie festhalten. Die mit diesem Modell verbundene Idee eines fairen Miteinanders von Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf christlicher Grundlage sei zu Unrecht in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, sagte Meister am Donnerstag vor Leitern diakonischer Einrichtungen in Osnabrück.
Präsident Robbers erwartet "ökumenischen Evangelischen Kirchentag"
Kirchentagspräsident Gerhard Robbers erwartet beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg Vorschläge und Beiträge aus allen christlichen Kirchen, vor allem aus der katholischen Kirche. "Ich hoffe, dass Hamburg 2013 ein besonderer ökumenischer Evangelischer Kirchentag wird", sagte der Trierer Juraprofessor am Donnerstag beim Ökumenischen Forum in Trier.
Trauerfeier für Opfer der Weihnachtsattentate in Nigeria
In Nigeria haben Tausende Menschen der Opfer der islamistischen Bombenanschläge an Weihnachten gedacht. Für die Trauerfeier in der überfüllten katholischen St. Theresa-Kirche am Mittwoch in Madalla nahe der Hauptstadt Abuja waren die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden, wie die nigerianische Tageszeitung "This Day" in ihrem Online-Dienst berichtete. 20 Tote hätten nicht identifiziert werden können.
Käßmann blickt auf ein "wunderbares" Forschungsjahr zurück
Mit einem Abschiedssymposium hat die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ihr Forschungsjahr an der Ruhr-Universität Bochum beendet. Am meisten habe sie die Arbeit mit jungen Studierenden an Themen und Texten abseits der Öffentlichkeit genossen, sagte Käßmann am Mittwoch in Bochum. Mit diesen Erfahrungen mache sie sich keine Sorgen um den theologischen Nachwuchs. Zurückblickend könne sie mit dem Schriftsteller Reiner Kunze sagen: Es war ein "wunderbares Jahr" in Bochum.
vernetztekirche: @tom_nolte Viele Grüße vom ganzen Kurs. Die nächsten Schulungstermine finden Sie unter: http://t.co/eVfLfFPW
vernetztekirche: #SocialMedia Schulung übt URL-Shorten: http://t.co/NdSRPl5H
Kardinal Marx: Kirche überlebt auch ohne Kirchensteuer
Die Kirche kann nach Überzeugung des Münchner Kardinals Reinhard Marx "selbstverständlich" auch ohne Kirchensteuer überleben. Bei einem Wegfall der Kirchensteuer müsse allerdings überlegt werden, "welche Aufgaben für das Gemeinwesen die Kirche künftig nicht mehr schultern soll", sagte Marx in einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit". Die Vorstellung, die katholische Kirche würde ohne Kirchensteuer untergehen, nannte er abenteuerlich". "Dann müsste die Weltkirche ja längst untergegangen sein."
ÖRK-Generalsekretär: Einheit muss unser Ziel bleiben
Dresdner Bischof Reinelt lehnt Blockaden der Neonazis ab
Nach dem sächsischen evangelischen Landesbischof Jochen Bohl hat auch sein katholischer Amtskollege Joachim Reinelt Blockaden gegen Neonazi-Aufmärsche rund um den Dresdner Gedenktag am 13. Februar offiziell abgelehnt. "Ich unterstütze den Wunsch nach einer Beteiligung möglichst vieler Menschen am friedlichen Gedenken mit Gottesdienst und Gebet, Menschenkette und friedlichem Protest", sagte Reinelt am Mittwoch in Dresden. "Blockadeaktionen allerdings lehne ich ab und werde mich an entsprechenden Aufrufen nicht beteiligen."
Entlassene württembergische Vikarin arbeitet jetzt in Berlin
Die wegen ihrer Ehe mit einem Muslim in Württemberg entlassene evangelische Vikarin Carmen Häcker arbeitet seit Mittwoch in Berlin. Die angehende Pfarrerin wird ihre Ausbildung zunächst im Religionsunterricht an einer Schule in Zehlendorf und ab März in der Paulusgemeinde in Zehlendorf-Mitte fortsetzen, bestätigte die Superintendentur des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch in Berlin.
