Kirche und Internet

Der Apostel Paulus schrieb Briefe - heute müsste er vermutlich E-Mails verschicken, eine Rundmail an die Korinther zum Beispiel. Der Gedanke ist gar nicht so abwegig, denn Paulus war durchaus aufgeschlossen für Neues. Immerhin hat er einen völlig neuen Glauben in die Welt hinaus getragen.

Auch die Kirche von heute muss aufgeschlossen sein, wenn sie ihre Botschaft verkünden will. Die "Vernetzte Kirche" der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern will den Menschen und Einrichtungen, die für unsere Kirche tätig sind, den Weg ins Internet ebnen und beim Umgang damit helfen.

Das Internet ist mittlerweile ein Kommunikationsmedium, das für die meisten Menschen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Und das nicht ohne Grund: Es ist schnell, kostengünstig, von überall her abrufbar - und es erlaubt als einziges Massenmedium echte beiderseitige Kommunikation: zwischen Anbietern und Nutzern und zwischen den Nutzern selbst. In Foren, Blogs und Communities kann jeder zu fast jedem Thema Informationen finden und selbst zu Wort kommen.

Diese Gleichberechtigung kommt dem christlichen Menschenbild sehr nahe. Und der Begriff Community - Gemeinde - zeigt auch, dass Internet und Kirche gar nicht so weit voneinander entfernt sind: Menschen finden zusammen und tauschen sich aus. Was liegt also näher, als das Internet für die kirchliche Arbeit zu nutzen?

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